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Allgemeines

Die Akademie für angewandte Photographie vermittelt seit 1998 in einem einjährigen, diplomierten Fotografie Studium (Abendlehrgang) alle technischen Kernkompetenzen der Fotografie in Theorie und Praxis, und dient darüber hinaus als wichtige Hilfestellung zur individuellen bildsprachlichen Stilfindung.

Bei dieser innovativen Fotografie Ausbildung werden – nach der seit  20 Jahren erfolgreich eingesetzten HERMAN HERZELE METHODE ® – spezielle Lehrelemente so zu einer individuell zielführenden Ausbildung vereint, dass eine freie Entfaltung im persönlichen fotografischen Ausdruck ermöglicht werden kann.

Dabei werden keine konventionellen Fotografiethemen im herkömmlichen Sinn bearbeitet, sondern vielmehr individuelle Zugänge zu persönlichen Verbildlichungen geschaffen.

Somit wird jede/r Studierende in besonderer Weise an seine eigene, kreative Bildsprache herangeführt. Dies stellt eine der wichtigsten Vorraussetzung dar, sich im kommerziellen (BerufsfotografIn) wie im künstlerischen Bereich der Fotografie und anderen kreativen Richtungen oder Berufszweigen, erfolgreich und nachhaltig zu etablieren.

AbsolventInnen der Akademie für angewandte Photographie arbeiten seit Jahren weltweit erfolgreich als FotografInnen, FotokünstlerInnen, FotodesignerInnen, in selbstständigen Kreativbereichen (Filmemacher, Kameramann etc.) und für zahlreiche kulturelle Institutionen und Einrichtungen jeglicher Art.

Abschluss der Grundschule (keine Matura notwendig). Fotografische Vorkenntnisse sind von Vorteil aber nicht Voraussetzung für eine Aufnahme, da alle technischen Kernkompetenzen wie Fotokamera-, Dunkelkammer-, Lightroom-, Photoshop -, Studio -, Analog und Digitaltechnik gelehrt werden.

Alter und berufliche Vorbildung sind für das Fotografie Studium nicht relevant. Eine erfolgreiche Bewerbung gilt als Voraussetzung für die Zulassung zum Fotografie Studium an der Akademie für angewandte Photographie.

Die Teilnehmeranzahl ist begrenzt – zwei Gruppen zu maximal 18 StudentInnen finden an der Akademie für angewandte Photographie Aufnahme (ausgenommen Wartelistenplätze und Stipendiaten).

Es wird darauf hingewiesen, dass eine Bewerbung noch keine definitive Aufnahme zum Fotografie Studium zur Folge haben muss.

Jedes Jahr wird das „Herman Herzele Stipendium“ vergeben.

Dieses Stipendium ermöglicht einem/r Bewerber/In die kostenfreie Teilnahme am einjährigen Fotografie Studium (siehe Gebühren / Stipendien).
AbsolventInnen erhalten durch nachgewiesenen Studienerfolg (70% Anwesenheitspflicht) am Ende des Lehrgangs ein Diplom der Akademie für angewandte Photographie – es steht jedem frei, das selbstständige Gewerbe zur Fotografin/ zum Fotografen oder Fotokünstler/In anzumelden.

Das Fotografie Studium beginnt im Oktober, endet Mitte Juni und wird in zwei Semestern abgehalten.

Es gelten die Ferienbestimmungen von Universitäten und Hochschulen.

Gruppe I: Dienstag und Donnerstag (bzw. Freitag)

Gruppe II: Mittwoch und Donnerstag (bzw. Freitag)

Der Unterricht findet (uni-oder berufsbegleitend) jeweils von 19 Uhr bis 21.30 Uhr statt. Bei Gastseminaren und „Studies in Photography (S.I.P.)“ werden beide Gruppen zusammengeschlossen, wie auch bei Werkschaueinheiten des zweiten Semesters. Workshops, Exkursionen und Festivalbesuche können auch an Wochenenden stattfinden. Bei diesen Wochenendseminaren sind Verpflegung und Übernachtung in der Studiengebühr inbegriffen.

Nach Einführung in die Dunkelkammertechnik (1. Semester) kann zusätzlich an drei Tagen in der Woche die Dunkelkammer von den Studierenden für Ausarbeitungszwecke unentgeltlich genutzt werden. Jeder Studierende erhält dafür ein Dunkelkammerstartpaket.

Den Studierenden steht nach der Einführung in die Studio- und Blitztechnik (2. Semester) durch einen Profifotografen (siehe Team) 4x pro Woche ein eigenes professionelles Fotostudio zur Verfügung.

Weiters kann nach den Photoshop- und Print Workshops die gesamte Hardware (Computer, Drucker, Scanner etc.) genutzt werden.

Zusätzlich werden u.a. Gastdozenten wie renommierte FotografInnen aber vereinzelt auch Maler, Musiker, Literaten und Filmemacher Gastvorträge und Workshops abhalten, um den Studierenden Einblicke in ihr kreatives Schaffen zu geben.
Zweimal monatlich stehen Lehrbeauftragte (siehe Team) für Werkbesprechungen zur Verfügung.

Den Studierenden steht während der Fotografie Ausbildung in der Akademie eine eigene Galerie für Ausstellungen bereit.

An den Freitagen finden diese Vernissagen/Ausstellungen statt.

Den StudentInnen der Akademie für angewandte Photographie steht es wieder frei, verschiedene Aktionen im öffentlichen Raum durchzuführen. Dadurch konnten in den letzten Jahren mehrere internationale Preise gewonnen werden.

Bei Bedarf haben die AbsolventInnen im Anschluss auch die zusätzliche Möglichkeit, in einem Intensivcoaching (Masterclass) gezielt auf den Berufsfotografen/fotografin vorbereitet zu werden.

Auch steht nach der Ausbildung den AbsolventInnen die Möglichkeit offen, die Herman Herzele Gallery inmitten der Grazer Kunstmeile für Einzelausstellungen zu nutzen.

Am Freitag, den 6. Oktober 2017 findet um 19 Uhr in der Akademie für angewandte Photographie am Geidorplatz 1 ein Informationsabend statt, bei dem Lehrbeauftragte und ehemalige Studierende Auskunft zum einjährigen Abendlehrgang geben.

Lehrmethoden

Der Technikunterricht umfasst alle technischen Kerkompetenzen der Fotografie und besteht aus Theorie- und Praxiseinheiten. Dieser Unterricht wird zumeist von zwei Lehrbeauftragten abgehalten.
Von den Studierenden sollten Technikübungen zu den jeweiligen Theorieeinheiten durchgeführt werden.
Diese sind Vorraussetzung für ein positives Fotografie Studium.

Hier werden spezielle, nach der HERMAN HERZELE METHODE ® eigens entwickelte Aufgaben und photographische Themen bearbeitet, deren persönliche und damit verbundene emotionale Zugänge, einen wesentlichen Beitrag zur individuellen Stilfindung der Studierenden leisten. Das Finden einer eigenen, persönlichen Handschrift in den photographischen Werken jedes einzelnen, wird bei der Ausbildung an der Akademie für angewandte Photographie grosse Bedeutung beigemessen.

In den Werkschaueinheiten haben die Studierenden die Möglichkeit, ihre Fotoarbeiten in der jeweiligen Gruppe zu präsentieren. Durch verschiedene Interpretationen der einzelnen Studierenden in schriftlicher oder mündlicher Form werden unterschiedliche Zugänge offengelegt. Anschließende Bildbesprechungen und Analysen der einzelnen Arbeiten runden die Werkschau ab.

Bei dieser Lehreinheit durch fachkundiges Lehrpersonal und Kuratoren, werden Fotoarbeiten verschiedener internationaler FotografInnen beleuchtet um technische/emotionale Zugänge und kreative Verbindungen der Studierenden zu den Protagonisten zu ermöglichen, um eventuelle stilistische Wege Ihrerseits ein- oder ausschliessen zu können.

Hier werden in einem persönlichen Gespräch mit den Lehrbeauftragten die entstandenen Werke im Laufe des Studienjahres besprochen und analysiert. Dabei werden durch gezielte Fragen und Antworten nicht nur individuelle Zugänge jedes einzelnen erläutert sondern auch technische und stilistische Wege gefunden um die Bildsprache jedes einzelnen noch weiter zu konkretisieren.

Neben Festival und Ausstellungsbesuchen, finden im Rahmen des Fotografie Studiums auch Exkursionen und Workshops (u.a. Großbildseminar, MAC, Photoshop, Studio) statt. Im Herbst/Winter findet ein Wochenend-Workshop in den Bergen (Technik/Kreaivität), im Frühjahr/Sommer ein Wochenend-Workshop am See (Grossbild) statt. Übernachtung und Verpflegung zu diesen Wochenend-Workshops ausserhalb der Fotoakademie sind in den Studiengebühren inbegriffen.

Namhafte und international erfolgreiche FotografInnen aber vereinzelt auch Künstler aus anderen Bereichen (Film, Musik, Literatur, etc.) werden eingeladen, um Gastvorträge oder Workshops abzuhalten.
Sie sollen den Studierenden Einblick in ihr kreatives Schaffen geben und somit Parallelen zwischen den einzelnen Kunstrichtungen, während der Fotografie Ausbildung, transparent machen.

“ …ich muss mich daher mit Ihnen von irgendwo unterwegs aus in Verbindung setzen, sowie ich weiß, ob ich eine Zeit in Graz finde, in der ich zu Ihren Studenten sprechen kann… – Ihre Inge Morath „
Brief an Herman Herzele/Akademie für angewandte Photographie 2001 | Inge Morath (MAGNUM) * 27. Mai 1923 in Graz – † 30. Januar 2002 in New York

Greg Gorman (USA) – Photograph;  Elger Esser (D) – Photokünstler; Patrick Richmond Nikolas (E) – Photokünstler; Seichi Furuya (J) -Photokünstler;  Michael Schindler (USA) Photograph; Elisabeth Kraus – Photographin; Erich Lessing – Photograph; Manfred Willmann – Photokünstler; Heinz Cibulka – Fotokünstler, Karø Goldt (D) – Photokünstlerin; Simon Hatzl – Schauspieler; Toni Muhr – Photograph; Max Gad – Literat; Erich Kees – Photograph; Emil Herker – Maler;  Stefan Amsüss – Pressephotograph; David Müller – Musiker; Werner Krause – Kulturkritiker; Didi Hubmann – Journalist; Gernot Lauffer – Kulturredakteur;  H.H.K. Schönherr (CH) – Filmemacher); Eckhart Schuster – Photograph;  Max Puntigam – Photokünstler;  Seppo Gründler – Musiker; Markus Krottendorfer – Photokünstler.

Projekte

Am Ende des ersten Semesters des Fotografie Studiums findet die Semesterausstellung „EXIT“ statt.
Den Studierenden wird hier die Möglichkeit geboten, ihre Arbeiten in einer öffentlichen Ausstellung zu zeigen und auch den zahlreich anwesenden Galeristen und Experten in der Fotografiebranche ihre fotografischen Arbeiten zu präsentieren.

Im zweiten Semester stehen während der Fotografie Ausbildung den Studierenden die Räumlichkeiten der Akademie für Vernissagen und Ausstellungen zur Verfügung. Diese Gruppenausstellungen finden regelmässig zwischen März und Juni  (Freitags ab 20.30 Uhr) statt und bilden seit Jahrzenten einen kontinuierlichen Streifzug durch die österreichische Fotografieszene.

Nach erfolgreicher Absolvierung des Fotografie Studiums steht für die AbsolventInnen in der Nähe des Kunsthauses Graz eine eigene Galerie – Herman Herzele Gallery – für Einzelausstellungen zur Verfügung. Diese Einzelausstellung war für viele AbsolventInnen Wegbereiter für ihre zukünftigen Karrieren.

Im zweiten Semester wird von den Studierenden eine eigene Aktion im öffentlichen Raum ins Leben gerufen. Dabei konnten in den letzten Jahren einige internationale Preise gewonnen werden.

Am Ende der Fotografie Ausbildung wird von jedem Studierenden eine Abschlussarbeit in Form eines Diaclips vorgelegt.
Diese verschiedenen Clips aller StudentInnen werden öffentlich in Form – einer Diaclip Open Air Show – auf den Kasemattenbühnen am Schlossberg oder im Dom im Berg präsentiert. Diese Aufführung bei der mittlerweile jedes Jahr an die 1000 Zuseher erscheinen, ist die grösste Diaclip Open Air Show Europas.

Es steht den StudentInnen frei, neben dem vorgesehenen Programm mit Unterstützung der Akademie zusätzliche Projekte zu realisieren.

Während des Fotografie Studiums kann es zu verschiedenen praxisbezogenen Projekten kommen. In den vergangenen Jahren wurden zusätzlich einige realisiert, unter anderem mit:

dem Chicago Columbia College of Art (USA)
dem Kunsthaus Graz
der Landesgalerie Linz
der Kleinen Zeitung
den Vereinigten Bühnen
der Kunstzeitschrift Sterz
dem Kulturfestival „Graz lebt auf’
der Modeschule Ortweinplatz
dem Stadtmuseum Graz
den Galerientagen Graz
der Steirischen Kinderkrebshilfe

 

„ACADEMY AROUND THE WORLD“ nennt sich das zwei Bände umfassende, 26-jährige Buchprojekt der Akademie für angewandte Photographie. Die AbsolventInnen der Fotografie Ausbildung reisen jährlich nach Ende des Lehrganges in eine Metropole – von A bis Z. (Diese Studienreise ist nicht im Jahresbeitrag inkludiert).

Nach Amsterdam 1999, Barcelona 00, Chicago 01, Dublin 02 , Edinburgh 03, Funchal 04, Graz 05, Havanna 06, Ibiza 07, Jakarta 08,Kingston 09, Lissabon 10, Moskau 11, New Delhi 12, Oslo 13, Paris 14, Quito 15, Reykjavik 16 erfolgt im 2017 eine Reise nach Singapur.

Nach der Rückkehr wird jeweils eine Ausstellung dieser Studienreise stattfinden. Nach 13 Jahren erschien im Jahr 2012 der erste Band (A bis M) nach weiteren 13 Jahren wird der zweite Band (N bis Z) erscheinen.

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